Donnerstag, 15. November 2012

Die Viktorianischen Witwen auf dem Melatenfriedhof

Für ein Shooting auf dem Melatenfriedhof musste ein neue Kleid her. Historisch und dunkel sollte es sein und möglichst mit einem kontrastfarbenen Element, damit man später auf den Bildern die Kleidung nicht nur als schwarze Fläche wahrnehmen würde.

Ich habe mich für den "Klassiker" unter den Tournüren Kleidern entschieden: Die 1873er Polonaise TV410 von Truely Victorian.

Als Material dienten ein anthrazit farbener Nadelstreifen-Leinen und schwarzer Universalstoff für den passenden Unterrock (TV201: 1870's Underskirt).

Da ich sowohl den kastigen Ausschnitt als auch die komplett hochgeschlossene Version des Oberteils für meinen Körperbau sehr unvorteilhaft finde, habe ich mich zu einem Zwischending entschieden: Hochgeschlossen ja, aber mit einer Aussparung am Dekolleté.  Der Kragen ist am Hals ringsherum mit Falten verziert.

Als zusätzliche Deko habe ich Posamentenverschlüsse verwendet, die ich erst kurz zuvor aus dem Urlaub in Istanbul mitgebracht hatte. Um das ganze etwas verspielter wirken zu lassen, sind die Ärmel nach Art einer Francaise gestaltet.

Also mal wieder viel zu freizügig und Epochen durcheinander würfelnd um authentisch zu sein :)

Da wir leider den Melatenfriedhof nach kurzer Zeit wieder verlassen mussten, da wir im Vorfeld falsche Auskünfte bzgl. einer notwendigen Fotoerlaubnis bekommen und somit natürlich keine besorgt hatten, mussten wir improvisieren. Es war ein goldener Oktobertag, wir waren drei Modelle und drei Fotografen und hatten Lust Fotos zu machen. Zum Glück bietet Köln noch andere schöne orte und wir sind in den Römerpark ausgewichen (wo auch die "Jardin de Belle Epoqué"-Picknicks stattfinden). 







  

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Goth Modell Treffen

Ich habe schon längere Zeit nicht mehr vor einer Kamera gestanden (abseits von Festivals, aber das sind ja eher Party-Schnappschüsse) und daher freu ich mich über die tollen Fotos, welche im Juli 2012 auf Schloss Benrath entstanden sind - und wie sich die Ideen der Fotografen bei einem gleichen Modell mit gleichem Outfit und Styling und der selben Location unterscheiden.

 "Die Laubhexe" - Herzlichen Dank an StrangeIllusions (http://www.strange-illusions.de)


"Im Dämmerlicht" - Herzlichen Dank an Pirate G (http://www.flickr.com/photos/pirate_g)



"Stummfilmdreh" - Herzlichen Dank an Photograph JRM (http://j-r-m.jimdo.com/ & http://session-noire.com/JRM.htm)


  
"Fading lika a Flower" - Herzlichen Dank an Ortwin Schneider (http://www.fotomagic.de)


Samstag, 16. Juni 2012

Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 4

Frontlicht:

Man sieht die Aussparung für den Blinker seitlich.


Leider nur provisorisch, da die blöde LED-Lichterkette eine Macke hatte - zunächst dachte ich nur, der EIN/AUS-Schalter sei futsch, was zu verkraften gewesen wäre, nun aber habe ich vorgestern einen seltsamen Geruch entdeckt und das eine der 3 Batterien knalleheiß wird. Deswegen muss ich bei nächstbestern Gelegenheit eine neue besorgen.


Leider auf dem Foto nicht festhaltbar: die Blinker. Die dafür Technik stammt aus einem blinkenden Reflektorband.


Im Original blink es an diesen Stellen (die Stelle vorne in der Stoßstange habe ich einfach ignoriert, da klebt nur mit orangem Edding bemalte Glitzer-Folie drauf *dumdidum*):


Bevor ich nun die Bilder vom fertigen Auto hochlade, noch schnell einen Blick auf die Endschallrohre:


Das war Alu-Rohr vom Baumarkt mit passendem Durchmesser, leider geriffelt aber man kann ja nicht alles haben - mit der Metallsäge zum Glück prima zu kürzen.



Und nun Fotos:






Fazit: 14 Monate Dauer, davon aber auch 8 Monate ohne was daran zu tun, 7 Tuben Uhu mit Lösungsmittel, ziemlich viel Kleinkram gekauft, viele Details technisch nicht so ganz umgesetzt bekommen (Therorie und Praxis sind eben zwei Paar Schuhe), aber egal: Mein Schatz hat sich wahnsinnig gefreut!!

Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 3

Das gesamte Interieur vor dem Überlackieren.

Im Vorderraum habe ich versucht Teppich zu simulieren, in dem ich ein "Swiffer"-Staubtuch aufgeklebt habe und dann lackierte (das ging super, also hab ich es auch für den Himmel des Daches so gemacht):


  Nochmal von einer anderen Perspektive:


Nach dem Lackieren war dann nicht mehr viel zu erkennen - abgesehen vom Hupenring des Lenkrads, den ich aus einem Stück Verpackung gemacht hatte.



Nun als Interimsarbeit (zur Ablenkung vom Innenraum): das Dach!

Ich hatte die Basis aus fester Pappe gemacht, oben wurde es dann mit einem Lederstrukurpapier beklebt, das wunderbar mit den Charme des originalen Vinyldachs mithalten konnte (zumindest in der Papierwelt):



Die Innenseite wie vorab schonmal erwähnt: ein Einweg-Staubtuch.


Das Dach (noch ohne "Scheibe") sah dann so aus:



Dann wurde das Innere mit Hilfe von Ausdrucken von Abbildern eines Originalinnenlebens fertiggestellt:




Wieder weiter mit dem Heck:

nochmal das Original:



Fälschung:



naja.... nicht ganz, Ihr habt recht:

dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich das gute Stück ja auch beleuchtet haben wollte....

Eibau einer batteriebetriebenen LED-Lichterkette:


Der Vollständigkeit halber schonmal ein Foto wie es später aussah:




Die Scheiben habe ich aus sogenannter "Mobile-Folie" gemacht, gab's günstig bei Obi und ist sehr dick, aber nicht so scharfkantig wie z.B. Blister-Verpackungen.

Danach Dach-Aufkleben mit "Hilfsmittelchen":





Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 2

Fertige Kotflügel vorne:



Der Motorraum - sieht (im Modell) von innen ziemlich schabbelig aus.





Die Motorhaube:



Dann weiter mit der Karosserie (rechts sieht man eines der Räder, dass zwischenzeitlich auch einen Zierring aus Silberpapier bekommen hat - selbst mit einem Kreisschneider eine fürchterliche Fiemelei):




Als alles soweit passte, habe die vorderen Kotflügel sowie Türen mit hinteren Kotflügeln angeklebt.Vorher mussten die Räder hinein, da sie nachträglich nicht mehr einfügen konnte.


Die Radkästen sind vorher mit Serviettenlack und Küchenrolle ausgeklebt und danach mit mattschwarzem Lack überstrichen worden.


Zum Schutz der Räder beim späteren Lackieren (und natürlich Kleben) habe ich alle in Klarsichtfolie gewickelt.



Jetzt ging es an das Hinterteil des schönen Wagens.



Naja, die Stoßstange befindet sich noch in der Friemelphase (also ein Haufen mit Tesa zusammengehaltener Pappschnipsel),vorzeigbar ist bislang die tragende Innenkonstruktion und der Versuch, die leicht angedeuteten Heckflossen zu formen (ich weiß nicht ob es Segen oder Fluch ist, dass in dem Baujahr nur noch kleine Heckflossen das Design bestimmten):

 



So, jetzt aber: die hintere Stoßstange ist fertig konstruiert und auf dem kofferraumdeckel liegend:


Nun muss ersteinmal der Innenraum aufgeteilt und ausgefüllt werden, bevor es außen weitergeht:


Nach diesem Prinzip habe ich die Polster gemacht:



So sieht übrigens das original Interieur aus:




Um die Ledersitze etwas plastischer zu gestalten, hab ich die Quernähte durch dicke Kuli-Striche simuliert, nach dem Überstreichen wirkt das hoffentlich schön strukturiert.