Samstag, 16. Juni 2012

Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 4

Frontlicht:

Man sieht die Aussparung für den Blinker seitlich.


Leider nur provisorisch, da die blöde LED-Lichterkette eine Macke hatte - zunächst dachte ich nur, der EIN/AUS-Schalter sei futsch, was zu verkraften gewesen wäre, nun aber habe ich vorgestern einen seltsamen Geruch entdeckt und das eine der 3 Batterien knalleheiß wird. Deswegen muss ich bei nächstbestern Gelegenheit eine neue besorgen.


Leider auf dem Foto nicht festhaltbar: die Blinker. Die dafür Technik stammt aus einem blinkenden Reflektorband.


Im Original blink es an diesen Stellen (die Stelle vorne in der Stoßstange habe ich einfach ignoriert, da klebt nur mit orangem Edding bemalte Glitzer-Folie drauf *dumdidum*):


Bevor ich nun die Bilder vom fertigen Auto hochlade, noch schnell einen Blick auf die Endschallrohre:


Das war Alu-Rohr vom Baumarkt mit passendem Durchmesser, leider geriffelt aber man kann ja nicht alles haben - mit der Metallsäge zum Glück prima zu kürzen.



Und nun Fotos:






Fazit: 14 Monate Dauer, davon aber auch 8 Monate ohne was daran zu tun, 7 Tuben Uhu mit Lösungsmittel, ziemlich viel Kleinkram gekauft, viele Details technisch nicht so ganz umgesetzt bekommen (Therorie und Praxis sind eben zwei Paar Schuhe), aber egal: Mein Schatz hat sich wahnsinnig gefreut!!

Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 3

Das gesamte Interieur vor dem Überlackieren.

Im Vorderraum habe ich versucht Teppich zu simulieren, in dem ich ein "Swiffer"-Staubtuch aufgeklebt habe und dann lackierte (das ging super, also hab ich es auch für den Himmel des Daches so gemacht):


  Nochmal von einer anderen Perspektive:


Nach dem Lackieren war dann nicht mehr viel zu erkennen - abgesehen vom Hupenring des Lenkrads, den ich aus einem Stück Verpackung gemacht hatte.



Nun als Interimsarbeit (zur Ablenkung vom Innenraum): das Dach!

Ich hatte die Basis aus fester Pappe gemacht, oben wurde es dann mit einem Lederstrukurpapier beklebt, das wunderbar mit den Charme des originalen Vinyldachs mithalten konnte (zumindest in der Papierwelt):



Die Innenseite wie vorab schonmal erwähnt: ein Einweg-Staubtuch.


Das Dach (noch ohne "Scheibe") sah dann so aus:



Dann wurde das Innere mit Hilfe von Ausdrucken von Abbildern eines Originalinnenlebens fertiggestellt:




Wieder weiter mit dem Heck:

nochmal das Original:



Fälschung:



naja.... nicht ganz, Ihr habt recht:

dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich das gute Stück ja auch beleuchtet haben wollte....

Eibau einer batteriebetriebenen LED-Lichterkette:


Der Vollständigkeit halber schonmal ein Foto wie es später aussah:




Die Scheiben habe ich aus sogenannter "Mobile-Folie" gemacht, gab's günstig bei Obi und ist sehr dick, aber nicht so scharfkantig wie z.B. Blister-Verpackungen.

Danach Dach-Aufkleben mit "Hilfsmittelchen":





Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 2

Fertige Kotflügel vorne:



Der Motorraum - sieht (im Modell) von innen ziemlich schabbelig aus.





Die Motorhaube:



Dann weiter mit der Karosserie (rechts sieht man eines der Räder, dass zwischenzeitlich auch einen Zierring aus Silberpapier bekommen hat - selbst mit einem Kreisschneider eine fürchterliche Fiemelei):




Als alles soweit passte, habe die vorderen Kotflügel sowie Türen mit hinteren Kotflügeln angeklebt.Vorher mussten die Räder hinein, da sie nachträglich nicht mehr einfügen konnte.


Die Radkästen sind vorher mit Serviettenlack und Küchenrolle ausgeklebt und danach mit mattschwarzem Lack überstrichen worden.


Zum Schutz der Räder beim späteren Lackieren (und natürlich Kleben) habe ich alle in Klarsichtfolie gewickelt.



Jetzt ging es an das Hinterteil des schönen Wagens.



Naja, die Stoßstange befindet sich noch in der Friemelphase (also ein Haufen mit Tesa zusammengehaltener Pappschnipsel),vorzeigbar ist bislang die tragende Innenkonstruktion und der Versuch, die leicht angedeuteten Heckflossen zu formen (ich weiß nicht ob es Segen oder Fluch ist, dass in dem Baujahr nur noch kleine Heckflossen das Design bestimmten):

 



So, jetzt aber: die hintere Stoßstange ist fertig konstruiert und auf dem kofferraumdeckel liegend:


Nun muss ersteinmal der Innenraum aufgeteilt und ausgefüllt werden, bevor es außen weitergeht:


Nach diesem Prinzip habe ich die Polster gemacht:



So sieht übrigens das original Interieur aus:




Um die Ledersitze etwas plastischer zu gestalten, hab ich die Quernähte durch dicke Kuli-Striche simuliert, nach dem Überstreichen wirkt das hoffentlich schön strukturiert.



Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 1

vorab: dieser Beitrag dient der Archivierung meines Bauberichts, den ich  2007-2008 im Kartonist.de-Forum veröffentlicht habe. Mein Schatz hat letzte Woche das Auto (liebevoll das "BOESMOBIL" genannt) verkauft, da mittlerweile ein Buick Electra bei uns "eingezogen" ist, aber das Papiermodell behält seinen Ehrenplatz bei uns. Ich habe über 1,5 Jahre gebraucht um das Modell fertigzustellen. Der Bericht soll auch Inspiration für alle die jenigen sein, die verzweifelt auf der Suche nach einem Modell ihres Autos sind, aber nirgends auf der Welt eines finden können. Selbermachen !! Und bitte nicht auf  die Zeitformen achten, da ich den Originaltext nicht immer geändert habe.

Et voilà:

Projekt: Nachbau eines real existierenden Chrysler New Yorkers, Baujahr 1970




Maßstab 1:10 --- ein riesen Staubfänger also (Breite des Autos: 2 Meter, Länge ca. 5,7 Meter), aber ich hab nicht so viel Friemelei mit der Umrechnerei - und letztendlich auch mit der Schere.

Ausgangsbasis waren ein paar Fotos vom Auto (die ich entweder von meinem Freund, der von der ganzen Aktion nichts wußte, bekommen hatte, oder heimlich mit dem Handy aufgenommene Details) und das original Verkausprospekt mit technischen Zeichnungen von Fuselage.de. Im Grossen und Ganzen ist alles nach Augenmass entstanden, viel wurde ausprobiert und dann in einem Vektorgrafikprogramm überarbeitet.




Im Baumarkt 2x 9 cm Schrauben geholt, die in der Mitte zunächst mit einer Mutter verbunden werden, später wird das dann mit Tape verstärkt, wenn ich die nicht mehr auseinander nehmen brauche:


Die Schraubenköpfe sind bis auf ~ 2mm nicht Masstabsgerecht, aber sie geben einen würdiges Provisorium für die Dog Dishes her .

Da kann man von innen schön über die viereckige Innenseite den äußeren Rad"kreis" aufziehen, der das Felgeninnere darstellen soll:


Dann kommt (zunächst Provisorium, ich hab's heute endlich auf 160g-Papier gedruckt) der Versatz in der Felge:

und dann die äußere Radkante angelehnt:




so, dass werde ich jetzt 4x fertig machen und dann geht's weiter.




die Räder mit "Profil" versehen und alles lackiert:



Das "Gesicht" des Autos - die Front:

Hier das Original:



Es folgten erste Tüfteleien mit Schmierpapier...







Diese werden, wenn ich sie für gut befinde, eingescannt und als Vektorgrafik neu gezeichnet.
Herausgekommen ist dann folgendes:

die Stoßstange
(aus wunderbarem, uraltem, bei ebay erstandenem silber beschichteten Karton, der sogar mit dem Laserdrucker harmonierte und aus DDR-Beständen stammte):




Der Kühlergrill - aus zig lagen Kartons in zweierlei Stärken, die mit Spacern übereinander geklebt wurden, besteht. Leider nicht 100% so geworden wie ich es mir gewünscht hatte, da die eine verwendete Farbe wasserhaltig gewesen ist und die dadurch verursachte Wellung ging nicht ganz weg.


Zusätzlich, zu besseren Vorstellung, die Scheinwerfergehäuse schon einmal drüber gelegt.



Gesamtansicht (ohne Scheinwerfer, in der später die Leds leuchten werden):



Das "Fahrgestell" - Unterbau aus mehreren Lagen Pappe. Es hatt zwei Öffnungen, um die achsen dort zusammenzufügen. Bei diesen handelt es sich wie schon beschrieben um Schlosschrauben, die mittlerweile mit einer Langmutter (beim Knauber gefunden, man war das eine Suche) verbunden werden. Im Vorderteil sieht man, wie ich mich langsam in die Dreidimensionale hocharbeite - mit einem Gerüst aus Kästchen.


Der Radlauf vorne. Die Innenverkleidung wurde mit Zellstofftüchern und Serviettenlack geplant.





Die Achsen-"Löcher" wurden mit Resten von alten Filzstiftgehäusen verstärkt. Diese sind zwar eigentlich zu breit, aber wo bekommt man auf die Schnelle möglichst billig etwas einigermaßen Passendes her? Ich werde am ende die seite mit etwas stopfen, dann sollte das gut funktionieren.

An die Laschen kommt dann der Kotflügel, den ich momentan anpasse.