Samstag, 16. Juni 2012

Baubericht Chrysler NEW YORKER 1970 # 1

vorab: dieser Beitrag dient der Archivierung meines Bauberichts, den ich  2007-2008 im Kartonist.de-Forum veröffentlicht habe. Mein Schatz hat letzte Woche das Auto (liebevoll das "BOESMOBIL" genannt) verkauft, da mittlerweile ein Buick Electra bei uns "eingezogen" ist, aber das Papiermodell behält seinen Ehrenplatz bei uns. Ich habe über 1,5 Jahre gebraucht um das Modell fertigzustellen. Der Bericht soll auch Inspiration für alle die jenigen sein, die verzweifelt auf der Suche nach einem Modell ihres Autos sind, aber nirgends auf der Welt eines finden können. Selbermachen !! Und bitte nicht auf  die Zeitformen achten, da ich den Originaltext nicht immer geändert habe.

Et voilà:

Projekt: Nachbau eines real existierenden Chrysler New Yorkers, Baujahr 1970




Maßstab 1:10 --- ein riesen Staubfänger also (Breite des Autos: 2 Meter, Länge ca. 5,7 Meter), aber ich hab nicht so viel Friemelei mit der Umrechnerei - und letztendlich auch mit der Schere.

Ausgangsbasis waren ein paar Fotos vom Auto (die ich entweder von meinem Freund, der von der ganzen Aktion nichts wußte, bekommen hatte, oder heimlich mit dem Handy aufgenommene Details) und das original Verkausprospekt mit technischen Zeichnungen von Fuselage.de. Im Grossen und Ganzen ist alles nach Augenmass entstanden, viel wurde ausprobiert und dann in einem Vektorgrafikprogramm überarbeitet.




Im Baumarkt 2x 9 cm Schrauben geholt, die in der Mitte zunächst mit einer Mutter verbunden werden, später wird das dann mit Tape verstärkt, wenn ich die nicht mehr auseinander nehmen brauche:


Die Schraubenköpfe sind bis auf ~ 2mm nicht Masstabsgerecht, aber sie geben einen würdiges Provisorium für die Dog Dishes her .

Da kann man von innen schön über die viereckige Innenseite den äußeren Rad"kreis" aufziehen, der das Felgeninnere darstellen soll:


Dann kommt (zunächst Provisorium, ich hab's heute endlich auf 160g-Papier gedruckt) der Versatz in der Felge:

und dann die äußere Radkante angelehnt:




so, dass werde ich jetzt 4x fertig machen und dann geht's weiter.




die Räder mit "Profil" versehen und alles lackiert:



Das "Gesicht" des Autos - die Front:

Hier das Original:



Es folgten erste Tüfteleien mit Schmierpapier...







Diese werden, wenn ich sie für gut befinde, eingescannt und als Vektorgrafik neu gezeichnet.
Herausgekommen ist dann folgendes:

die Stoßstange
(aus wunderbarem, uraltem, bei ebay erstandenem silber beschichteten Karton, der sogar mit dem Laserdrucker harmonierte und aus DDR-Beständen stammte):




Der Kühlergrill - aus zig lagen Kartons in zweierlei Stärken, die mit Spacern übereinander geklebt wurden, besteht. Leider nicht 100% so geworden wie ich es mir gewünscht hatte, da die eine verwendete Farbe wasserhaltig gewesen ist und die dadurch verursachte Wellung ging nicht ganz weg.


Zusätzlich, zu besseren Vorstellung, die Scheinwerfergehäuse schon einmal drüber gelegt.



Gesamtansicht (ohne Scheinwerfer, in der später die Leds leuchten werden):



Das "Fahrgestell" - Unterbau aus mehreren Lagen Pappe. Es hatt zwei Öffnungen, um die achsen dort zusammenzufügen. Bei diesen handelt es sich wie schon beschrieben um Schlosschrauben, die mittlerweile mit einer Langmutter (beim Knauber gefunden, man war das eine Suche) verbunden werden. Im Vorderteil sieht man, wie ich mich langsam in die Dreidimensionale hocharbeite - mit einem Gerüst aus Kästchen.


Der Radlauf vorne. Die Innenverkleidung wurde mit Zellstofftüchern und Serviettenlack geplant.





Die Achsen-"Löcher" wurden mit Resten von alten Filzstiftgehäusen verstärkt. Diese sind zwar eigentlich zu breit, aber wo bekommt man auf die Schnelle möglichst billig etwas einigermaßen Passendes her? Ich werde am ende die seite mit etwas stopfen, dann sollte das gut funktionieren.

An die Laschen kommt dann der Kotflügel, den ich momentan anpasse.







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